04.02.2009
„Magnet“ weiter auf den Weg gebracht
Oberbürgermeister Christof Florus hat am Samstag vor dem Notar offiziell die Annahme des Vertragsangebotes der Firma SEPA erklärt. Damit ist ein weiteres wichtiges Etappenziel bezüglich der Realisierung des Einzelhandelsprojektes „Theodor-Bergmann-Straße“ erreicht. Die Realisierung des „Magneten“ ist für die Stadt eine der wichtigsten Ziele der Sanierungsmaßnahme „Nördliche Innenstadt“ mit der Absicht, ein Gegenpol zum Geschäftsbereich Marktplatz zu schaffen. Das Projekt ist Teil einer ganzheitlichen Stadtentwicklung, die Gaggenau als „Einzelhandelsstadt“ stärken und die Innenstadt attraktiver machen soll. Bekanntlich hatte ein unterlegener Mitbewerber gegen die Vergabe an die Firma SEPA ein Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer angestrengt. Die Vergabekammer lehnte diesen Antrag mit Beschluss vom 16. Januar 2009 ab. Gegen diese Entscheidung hätte der unterlegene Mitbewerber innerhalb einer Notfrist von 14 Tagen Beschwerde beim OLG Karlsruhe einlegen können. Nachdem diese Frist am vergangenen Freitag abgelaufen war, wurde das Vertragsangebot am Samstag von Oberbürgermeister Florus angenommen. Die Verwaltung und der Investor SEPA halten deshalb die Eröffnung des „Magneten“ bis Ende 2010 als Zielvorgabe fest im Auge.
Über Ausbau und Sanierung der Hauptstraße in Gaggenau-Ottenau
Die Tiefbauabteilung des Stadtbauamtes der Stadt Gaggenau informierte, dass die Arbeiten zur Deckensanierung der Hauptstraße im Stadtteil Ottenau im dritten Bauabschnitt (von der Kreuzung Hördelsteiner Weg bis kurz vor der Kreuzung Friedrichstraße) im Bereich der Straße abgeschlossen seien. Die Arbeiten an den Randbereichen der Gehwege sind witterungsbedingt derzeit unterbrochen, werden aber sobald wie möglich weitergeführt. Die Deckensanierung im ersten Bauabschnitt (von der Kreuzung Sulzbacher Straße bis zur Bäckerei Pfistner) sowie der Ausbau im zweiten Bauabschnitt (bis zur Kreuzung Friedrichstraße/Lindenbrücke) werden derzeit vom Landkreis Rastatt ausgeschrieben, die vorgesehenen Arbeiten sollen Anfang Mai 2009 begonnen werden. Vorab sind noch eine erhebliche Anzahl von Leitungen der Stadtwerke zu sanieren beziehungsweise zu verlegen. Bei der Deckensanierung im ersten Bauabschnitt bleiben die Fahrbahnränder erhalten, und nur die oberste Verschleißschicht der Fahrbahn (AFB) wird erneuert und einige Längsparkplätze werden gebaut. Beim Ausbau des zweiten Bauabschnittes werden die Fahrbahnränder verändert, um den Gehweg zu verbreitern und um Längsparkstreifen zu ermöglichen. Im Bereich der Kreuzung Friedrichstraße werden die Ampelanlagen abgebaut und stattdessen Überquerungshilfen eingebaut.
2010 soll mit dem Bau des Rotherma-Knotens begonnen werden
Der seit Jahren von der Stadt Gaggenau gewünschte vierspurige Ausbau der B 462 bis Gaggenau-Mitte – möglichst mit kreuzungsfreier Anbindung an die Bundesstraße – ist derzeit für den Bereich des Anschlusses beim Rotherma in der Planungs- und Abstimmungsphase. Die jetzt vorliegende Entwurfsplanung beinhaltet einen zweispurigen Ausbau der Bundesstraße im Bereich des Rotherma mit einer Unterquerung der Bundesstraße. Die Anbindung der Rotherma-Querspange erfolgt kreuzungsfrei. Wegen der hohen Baukosten kann ein vierspuriger Ausbau derzeit nicht realisiert werden. Die Planung des Regierungspräsidiums Karlsruhe beinhaltet jedoch die Option auf eine Erweiterung auf vier Spuren. Das Regierungspräsidium Karlsruhe verdeutlicht die Notwendigkeit für den Umbau des Knotenpunktes, indem es auf die zu erwartende deutliche Zunahme des Straßenverkehrs bis zum Jahr 2020 verweist. Die Baukosten in Höhe von rund 10,555 Millionen Euro teilen sich der Bund und die Stadt, auf die für den Anschluss der Rotherma-Querspange an den Rotherma-Knoten etwa 4,5 Millionen Euro entfallen. Das Ziel des Regierungspräsidiums besteht darin, mit dem Bau 2010 zu beginnen.
Stadtwald Gaggenau im grünen Bereich
Den Bewirtschaftungs- und Nutzungsplan für den Stadtwald Gaggenau im Jahr 2009 stellte Oberforstrat Markus Krebs, Leiter des Forstbezirks Gaggenau, vor. Im Jahr 2008 seien 8.700 Kubikmeter Holz genutzt worden, womit man 82 Prozent des Plans erfüllt habe. Zu diesem Schritt habe man sich entschlossen, weil die Holzpreise zunehmend gesunken seien. Planmäßig allerdings mit 36 Hektar sei die Jungbestandspflege erfolgt. Die Brennholznachfrage sei weiterhin sehr hoch. Als besonders wertvoll hätten sich Lärchen aus Oberweier erwiesen. Dafür seien Preise bis zu 488 Euro pro Kubikmeter bezahlt worden. Und Eichen aus dem Stadtwald Gaggenau hätten gar Preise von 1.350 Euro pro Kubikmeter Holz erzielt. Trotz des Mindereinschlags habe man 2008 das Betriebsergebnis erreicht, so Krebs. Im Bewirtschaftungsplan 2009, den der Gemeinderat einstimmig beschloss, peilen die Verantwortlichen einen Gewinn von 25.000 Euro an.
Firma Lang will 60 Parkplätze bauen
Zustimmend zur Kenntnis nahm der Gemeinderat die Absicht der Firma Lang, 60 Parkplätze für die Mitarbeiter des Hauses zu errichten. Die Firma ist aus betrieblichen Gründen dringend gezwungen, die Stellplätze anzulegen.
Startschuss für Erweiterung des Baugebietes „Heil II“
Der Gemeinderat hat den Startschuss zur Erweiterung des Wohnbaugebietes „Heil II“ gegeben. Diese Erweiterung sichert die Anbindung des vorhandenen Baugebietes über die verlängerte Bruchgrabenstraße und die neue Rotherma-Querspange an die B 462.
Gaggenau unterstützt Kuppenheim beim Hochwasserschutz
Hochwassergefahrenkarten besagen, dass die Murg rechtsseitig auf Höhe des Industriegebietes Holderwäldele in Bad Rotenfels bei einem 100jährlichen Hochwasserereignis ausufert und zu großflächigen Überflutungen führt. Davon ist die von der Stadt Kuppenheim geplante Industriegebietserweiterung „Altwasser, Lochacker, Obere Eichet“ und zu einem geringen Teil das Rotenfelser Industriegebiet betroffen. Gemäß gesetzlichen Bestimmungen darf eine Bebauung im Überflutungsbereich nicht erfolgen. Um die Erweiterung dennoch zu ermöglichen, muss der Murgdamm auf Kuppenheimer, nicht Gaggenauer Gemarkung ertüchtigt werden, was einer Erhöhung der Dammkrone um etwa 25 Zentimeter auf einer Länge von etwa 600 Metern entspricht. Die Kosten hierfür betragen laut dem von Kuppenheim beauftragten Ingenieurbüro 125.000 Euro. Obwohl es sich bei der Murg um ein Gewässer I. Ordnung handelt und das Regierungspräsidium eigentlich in der Pflicht wäre, die Maßnahme komplett zu finanzieren, wurde lediglich ein Zuschuss in Höhe von 70 Prozent in Aussicht gestellt. Die übrigen 30 Prozent sind von der Gemeinde Kuppenheim zu tragen. Die Stadt Kuppenheim hat nun Bischweier und Gaggenau gebeten, sich an den übrigen 30 Prozent der Kosten zu beteiligen. Der Anteil der Stadt Gaggenau würde 12.500 Euro betragen. Der Gemeinderat beschloss jetzt, im Sinne eines guten nachbarschaftlichen Miteinanders und als Beitrag zum Erhalt der Arbeitsplätze im vorderen Murgtal zehn Prozent der veranschlagten Dammertüchtigungskosten (rund 12.500 Euro) zu übernehmen. Die Kostenbeteiligung wurde auf 14.000 Euro begrenzt; alle kostenrelevanten Maßnahmen sind von Kuppenheim mit der Stadt Gaggenau abzustimmen. Der Gemeinderat beauftragte die Stadtverwaltung, eine so lautende Vereinbarung mit der Gemeinde Kuppenheim abzuschließen.
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